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MBAS erklärt: Das Bekleidungssystem der Schweizer Armee

Direkte Antwort: MBAS steht für das modulare Bekleidungs- und Ausrüstungssystem für militärische Einsätze. Es löst die Kampfbekleidung 90/06 ab und wird seit Herbst 2023 schrittweise eingeführt. Das System umfasst insgesamt 148 Ausrüstungsgegenstände in vier Teilsystemen: Bekleidung, Schutz, Tragsystem und Trinksystem. Der Grundgedanke ist das Zwiebelschalenprinzip, also mehrere Schichten, die sich je nach Wetter und Auftrag kombinieren lassen.

Viele Angehörige der Armee hören den Begriff MBAS, ohne genau zu wissen, was dahintersteckt und wann sie selbst damit ausgerüstet werden. Dieser Überblick ordnet die wichtigsten Fakten.

Was ist das MBAS?

Direkte Antwort: Das MBAS ist mehr als eine neue Uniform. Es ist ein Gesamtsystem aus 148 Gegenständen, die sich modular kombinieren lassen, aufgeteilt in vier Teilsysteme: das Bekleidungssystem, das Schutzsystem, das Tragsystem und die Trinksysteme.

Der entscheidende Unterschied zur bisherigen Ausrüstung liegt im Wort modular. Statt einer festen Uniform für alle Lagen gibt es Komponenten, die je nach Witterung, Jahreszeit und Auftrag zusammengestellt werden. Nach Angaben der Armee verfügt das System über verbesserte thermophysiologische und ergonomische Eigenschaften, es soll also die Körpertemperatur besser regulieren und die Bewegungsfreiheit weniger einschränken.

Die vier Teilsysteme

Teilsystem Zweck
Bekleidungssystem Schichten von der Unterwäsche bis zur Wetterschutzschicht, 33 neue Komponenten
Schutzsystem ballistischer Körperschutz
Tragsystem Westen, Taschen und Rucksäcke zum Transport der Ausrüstung
Trinksystem Flüssigkeitsversorgung im Einsatz

Zum Tragsystem gehören drei Behältnisse: ein Kampfrucksack, ein Einsatzrucksack und eine Einsatztasche. Alle Angehörigen der Armee im Truppendienst erhalten mit dem MBAS diese drei Teile. Wie du sie sinnvoll packst, zeigen wir dir in Rucksack richtig packen.

Das Zwiebelschalenprinzip

Direkte Antwort: Das MBAS ersetzt nicht ein Kleidungsstück durch ein besseres, sondern setzt auf mehrere dünne Schichten übereinander. Du passt die Anzahl Schichten an Temperatur und Belastung an, statt zwischen zu warm und zu kalt wählen zu müssen.

In der Praxis bedeutet das: eine feuchtigkeitstransportierende Schicht direkt auf der Haut, darauf eine isolierende Schicht, aussen eine Schicht gegen Wind und Nass. Wer sich bewegt, nimmt eine Schicht weg, wer steht, zieht eine an. Genau daran scheitern viele im Alltag, weil sie erst reagieren, wenn sie bereits durchgeschwitzt sind.

Häufiger Fehler: Zu spät eine Schicht ablegen

Ein Schichtsystem funktioniert nur, wenn du es benutzt. Wer mit allen Schichten in den Marsch startet und erst in der Pause auslüftet, hat die Isolationsschicht bereits durchnässt. Die Faustregel: Starte leicht untertemperiert, denn nach wenigen Minuten Bewegung gleicht sich das aus.

Wer bekommt das MBAS wann?

Direkte Antwort: Die Einführung läuft seit Herbst 2023 schrittweise, nicht für alle gleichzeitig. Zuerst wurden Spezialkräfte ausgerüstet, danach folgen weitere Verbände nach einem festgelegten Plan.

Die Angehörigen des Kommandos Spezialkräfte sind vollständig ausgerüstet. Für das erste Halbjahr 2026 nennt die Armee unter anderem Swissint, die Rekrutenschule des Kompetenzzentrums Gebirgsdienst, das Militärpolizei-Stabsbataillon sowie die Hündeführer-, Veterinär- und Gebirgsspezialisten-Kompanien. Ob und wann deine Einheit an der Reihe ist, erfährst du über deine Vorgesetzten, nicht über den Handel.

Insgesamt investiert die Armee rund 347,8 Millionen Franken in das System.

MBAS-Optik für eigene Kleidung

Direkte Antwort: Die offizielle MBAS-Ausrüstung wird ausschliesslich von der Armee abgegeben und ist nicht im Handel erhältlich. Daneben gibt es private Kleidung, die sich optisch daran anlehnt, etwa für Zugskleidung, die neben der Uniform getragen wird.

CH-ARMED bietet mehrere Teile in MBAS-Optik an, die sich individualisieren lassen. Das ist keine Armeeausrüstung, sondern private Kleidung im passenden Look. Wie eine solche Zugsbestellung abläuft, steht im Artikel Zugspullover. Eine Übersicht der Varianten findest du auf der Seite MBAS.

Fazit

Das MBAS ist ein Systemwechsel: weg von einer festen Uniform, hin zu kombinierbaren Komponenten in vier Teilsystemen. Wer das Schichtprinzip versteht und anwendet, hat den grössten Teil des Nutzens bereits erschlossen. Die Einführung läuft gestaffelt, weshalb in derselben RS unterschiedliche Ausrüstungsstände nebeneinander vorkommen können. Was du zusätzlich selbst mitbringst, steht in unserer RS-Packliste 2026.

FAQ

Wofür steht MBAS?
Für modulares Bekleidungs- und Ausrüstungssystem für militärische Einsätze. Es löst die Kampfbekleidung 90/06 ab.

Aus wie vielen Teilen besteht das MBAS?
Aus 148 Ausrüstungsgegenständen in vier Teilsystemen: Bekleidung, Schutz, Tragsystem und Trinksystem. Allein das Bekleidungssystem umfasst 33 neue Komponenten.

Seit wann wird das MBAS eingeführt?
Seit Herbst 2023, schrittweise nach Verband. Die Spezialkräfte sind bereits vollständig ausgerüstet.

Welche Rucksäcke gehören zum MBAS?
Ein Kampfrucksack, ein Einsatzrucksack und eine Einsatztasche.

Kann ich MBAS-Ausrüstung kaufen?
Nein. Die offizielle Ausrüstung wird von der Armee abgegeben. Im Handel gibt es private Kleidung in ähnlicher Optik, die keine Armeeausrüstung ist.

Quellen

Kleidung in MBAS-Optik für deinen Zug? Schau dir die Varianten an oder stöbere in der Kollektion Kleidung.

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